Berichte und Fotoserien von unseren Clubaktivitäten 2004
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Toni's Wintercamp, Reutte, Austria, 17.01.2004
Es war wieder soweit. Toni hatte eingeladen und natürlich kamen wir. Leider nicht nur wir, sondern auch abertausende von Skifahrern und ca. 55 andere Geländewagen. An diesem verschneiten Samstag bedeutete dies Stau und erhebliche Startverzögerung. Aufgrund der Schneemassen war abseits der Strassen nur noch mit Schneeketten an ein "Vorwärtskommen" zu denken. Nun, wir konnten jedenfalls erleben, wie es ist, wenn Fahrzeuge zu Stehzeugen werden. Dennoch hatten wir alle unseren Spaß, auch wenn das Fahren etwas arg zu kurz kam. Anbei noch einige Impressionen.
im Off-Road-Park Langenaltheim am 24. Juli 2004
Wir hatten nach dem großen Erfolg des Vorjahres wieder eingeladen und ihr seid gekommen, aus nah und fern, und habt die Veranstaltung wieder zu einem vollen Erfolg gemacht. Neben harten Steinbeisser-Sektionen für die Mutigen gab es natürlich für Neulinge Einweisungsrunden, leichte Sektionen und natürlich die Möglichkeit zum freien Fahren. Eine Roadbooktour rundete das Angebot ab. Fürs leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt und aufgrund eines kurzen aber heftigen nachmittäglichen Regenschauers hat auch das aufgestellte Mannschaftszelt einen sinnvollen Einsatz gehabt.
Ein herzlicher Dank an alle, die da waren!
Herbstausfahrt Tagliamento, 24.-26.09.04
Norditalien, unendliche Off-Road-Weiten. Wir schreiben das Jahr 2004. Dies sind die Abenteuer des 4x4 Augsburg mit seiner 8 Fahrzeug starken Abordnung, viele Stunden von Augsburg entfernt, auf seiner Mission die unendlichen Tiefen des Tagliamentos und seine Umgebung zu erforschen. Auf seiner Reise stößt der 4x4 in Gebiete vor, die nie ein normales Fahrzeug je befahren wird ...
Wir verließen Augsburg gegen 12.00 Uhr am Donnerstag. Fuhren über Landstraße (B17, Garmisch, Innsbruck, alte Brennerstraße, Pustertal, quer durch die Dolomiten Richtung Beluno nach Monte Pratt. Die Albergo erreichten wir gegen 21.30 Uhr. Die Auffahrt zur Herberge wollte in der Dunkelheit nie enden. War sie wirklich noch vor uns?
Freitag. Wir erkunden die nähere Umgebung und kaufen erst mal eine topographische Karte, Maßstab 1:25.000, in San Daniele. Starker Regen. Egal, wir machen uns auf den Weg zum Stausee Lago di Selva. Einspurig, gerade breit genug für unseren Jeep, überqueren wir die Staumauer. Dann geht es auf unbefestigtem, teils am Rand ausgewaschenem, teils am Hang verschüttetem Weg den Stausee entlang, bis zu seinem Ende. Die Gegend ist trotz ständigem Regen einfach schön. Kein Mensch weit und breit, wir sind völlig auf uns gestellt.
Am Abend treffen die Kollegen aus Augsburg nach und nach in Monte Pratt ein. Bei einem umfangreichen gemeinsamen Abendessen werden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht.
Samstag, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein. Endlich geht’s ins Flussbett. Manch einer kanns kaum erwarten. Der sehr unterschiedlich hohe Wasserstand der einzelnen Flussläufe erforderte an mancher Stelle das persönliche Begehen im eiskalten Gebirgswasser. Claus fands besonders schön. Die maximale Watttiefe wurde genauestens erforscht (Sackhöhe). So hatte Rainer mit seiner Familie einige spannende Momente, als der Fluss seinen Toyota mitnehmen wollte. Und nicht nur der Fahrzeugbesatzung, uns allen stand für einen Augenblick das Herz still als wir gebannt die Situation beobachteten. Aber Rainer hat es hervorragend gemeistert, musste nur anschließend sein Fahrzeug entsprechend am Hang parken, damit das Wasser wieder rausläuft.
Ein sicheres Überqueren schien an dieser Stelle für niedrigere Fahrzeuge schwierig, wenn nicht unmöglich. Daher verließen wir das Flussbett, um ein Stückchen weiter oben wieder einzusteigen. Hier ging es dann richtig zur Sache: offroad pur! Kleine Steine, große Steine, Sand, Schlamm, Büsche, Bäume, Pfützen, Rinnen mit und ohne Wasser, Böschungen, kleine Hügel, Täler, auf und nieder, immer wieder, teils im Fluss, teils im Überschwemmungsgebiet. Alles da was das Off-Roader-Herz begehrt. Pure Freude am Fahren - bis Angel den Jeep versenkte. Der Fluss war doch ein bißchen tiefer als es der Jeep verkraften konnte. Aber ruckzuck waren die Kollegen da, um den gefluteten Indianer zu bergen. Gemeinsam konnte der abgestorbene Motor wieder zum Laufen gebracht werden. Jetzt waren wir mit Hangparken dran. Um keinen Motorschaden zu riskieren trennten sich nun unsere Wege. Wir verließen das Flussbett und fuhren ohne den völlig durchnäßten Luftfilter auf einspurigen, einsamen Bergstraßen zurück zur Pension. Auf unserem Weg sahen wir noch einen Bunker mitten im Flussbett. Beim Abendessen erzählten die Anderen später, dass der Bunker von einer zischenden Schlange bewacht wurde, die sie nicht ins Innere ließ.
Sonntag, Aufbruchsstimmung. Unser Luftfilter ist soweit trocken und kann wieder eingebaut werden. Wir machen uns auf in Richtung Heimat. Der Rest der Mannschaft will sich noch persönlich vom Fluss verabschieden, kann sich aber erst in den frühen Nachmittagsstunden schweren Herzens trennen.
Dank an Peter und Angel für diesen schönen Reisebericht.