Berichte und Fotoserien von unseren Clubaktivitäten 2005

Toni's Wintercamp, Reutte, Austria, 15.01.2005
Schneeausfahrten Januar / Februar
4x4 Augsburg in der Presse, März 
Rumänientour, Mai 2005

Toni's Wintercamp, Reutte, Austria, 15.01.2005      (Text: Angel + Peter)

Augsburg - minus 5 Grad - neblig - das Auto läuft.

Berwang - minus 8 Grad - massenweise Schnee - das Auto läuft.

Rotlech - minus 10 Grad - sonnig – eiskaltes Wasser - das Auto läuft.

Zirka 50 Offroader waren gekommen: Jeep, Landy, Pinzgauer, Suzi, Mitsubishi, Mercedes G, Toyota, Isuzu, alle Kategorien 4x4er vorhanden. Einige waren schon am Freitag angereist, um das eine oder andere auszuprobieren und den Weg zur Grube durch 2 – 3 Stunden vor- und zurückfahren ein bisschen zugänglicher zu machen.

Wir hatten unsere Zelte und dicke Schlafsäcke im Gepäck. Natürlich hatten wir auch für die innerliche Wärme etwas dabei!

Bei der Anfahrt zur Grube ging es chaotisch zu, da es keiner erwarten konnte. Geschafft, endlich in der Grube. Jetzt kann’s losgehen: wir drehten ein paar Runden im knietiefen Schnee. Schneller als Schneckentempo kamen wir aber nicht voran.

Zum Mittagessen fuhren wir nach unten, die einen in die Kneipe, wir zu einem sonnigen Platz. Dort bauten wir den Grill auf. Nach 3 Versuchen brachte er die erforderliche Hitze für unsere mitgebrachten Würstle.

Nach dem Essen ging es über verschneite Wege zum Rotlech. Unser Rainer war mal wieder etwas auf Abwegen. Da sein Fahrzeug einfach nicht mehr zurück in die Fahrspur wollte, lenkte er kurz entschlossen rechts den Steilhang (ca. 50m) hinunter, ohne zu wissen was da unten ist. Aber er hatte Glück und konnte uns unbeschadet folgen. Der Rotlech hatte alles zu bieten, was man sich so wünscht: ein bisschen Bachfahren, Tiefschnee und ein paar Buckel.

Am Abend sorgte die mitgebrachte Powerrutschplane, wie letztes Jahr, für heftigen Spaß. Schnell an die Anhängerkupplung angehängt und gib ihm!!! Ein paar Runden über den verschneiten Parkplatz, über zugefrorene Pfützen, Schneehügel, Eisklumpen und erstarrte Reifenspuren: That’s Extreme-Rutsching und nichts für Schattenparker und Geländeverweigerer.

PS: Alle Fahrgenehmigungen waren einzig nur für dieses Wintercamp!!!  Unser Toni hat alles organisiert. Durch seinen Bekanntheitsgrad hat er uns allen das ermöglichen können!

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Schneeausfahrten Januar / Februar 2005   (Text Angel + Peter)

Es hatte heftig geschneit. Wir trafen uns auf dem Parkplatz an der B300. Zirka 10 Fahrzeuge waren gekommen.

Es wurde ein Teil der Roadbooktour vom Martin abgefahren. Dass alles zugeschneit war, machte die Sache nicht gerade einfach. Zumindest das erste Fahrzeug hatte mächtigen Rätselspaß: ei, wo isser denn, der Feldweg? Die anderen folgten einfach. Die Reihenfolge der Geländewägen änderte sich immer wieder mal, so dass jeder mal an einer anderen Position fuhr.

Patrick fuhr eine Weile mit seinem Syncro voraus. An manchen Stellen hatte der VW einfach zu wenig Bodenfreiheit und saß im tiefen Schnee auf. Kein Wunder, manche Strecke von der man glaube es sei ein Feldweg, erwies sich beim Befahren einfach als Acker. Und entsprechend wurde sich dann eingegraben. Schnee und Dreck stob in Fontänen davon. Manche schafften es ohne Gurt kaum, aus dem jeweiligen Loch wieder herauszukommen.

Der Holzhang, der bei der Tour im Sommer kein großes Problem darstellte, erwies sich als etwas knifflig. Zumindest der eine oder andere hatte massive Probleme hinaufzukommen. In der Mitte des langen Anstiegs war plötzlich Schluss und nichts ging mehr. Ein neuer Anlauf musste genommen werden.

Die, die es schon nach oben geschafft hatten, packten den Schlitten aus und fuhren den Hang damit hinunter. Auch Gismo, der Hund von Noreen, hatte mächtig Spaß im Schnee.

Das ganze schrie förmlich nach Fortsetzung.

Am 27.2. war es dann soweit.

Es hatte tagelang geschneit. Wir trafen uns kurzfristig am Sonntag in Rettenbergen. Der Name war Programm: retten und bergen!

Es kamen Erich mit Bua und Mercedes G, Heinz-Erwin mit Bua (Xaver) und Nissan Patrol, Martin mit Jeep Rubicon und wir mit dem Cherokee.

Zuerst fuhren wir durch das Waldstück bei Rettenbergen über Lützelburg nach Biberbach.

Die Tour fing, wie bei der Original-Roadbooktour, mit dem Hangstück an. Erich zuerst. Als zweites haben sich Martin und Heinz-Erwin versucht. Beim Versuch ist es vorerst geblieben. Wir schafften es bereits aufs erste Mal. Dann haben Martin und zum Schluss Heinz-Erwin den Hang auch gemeistert.

Da alles zugeschneit war, konnte man die Feldwege schlecht oder gar nicht erkennen. Nur ein paar Grashalme hier und da könnten man als ein Anzeichen für einen Weg gedeutet haben.

Ich bin mir sicher, dass wir zumindest teilweise den Weg nicht getroffen haben, sondern uns durch den Acker einen Weg machten. Der Schnee war teilweise 50 cm tief mit Schneeverwehungen und keine Ahnung wo die Gräben sind. Wir hatten Glück und haben diese zumindest erahnt und nicht direkt getroffen.

Wieder ein schöner Tag im Schnee, der ja den Vorteil hat, dass man in der Landschaft nichts kaputt machen kann.

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Bericht über den 4x4 Augsburg in der Augsburger Zeitung, 10.3.05

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Rumänientour (Karpaten) im Mai 2005  (Text + Fotos von Angel + Peter)

Trotz vorheriger Bedenken war der Grenzübertritt nach Rumänien absolut problemlos. Da der Sprit in Ungarn teurer ist als in Deutschland hatten wir dort nicht nachgefüllt, entsprechend leer ist unser Tank. Erst mal Geld tauschen (100 Euro = 3,5 Mio. Lei) und voll tanken. Damit sind fast 2 Mio. Lei gleich wieder weg, das entspricht ca. einem halben rumänischen Monatslohn.

Die Straßen sind denkbar schlecht, Schlaglochpisten. Eigentlich brauchen wir gar nicht mehr ins Gelände, hier wird dem Auto schon alles abverlangt. Zirka 30 Kilometer vor unserem Ziel biegt Heinz-Erwin links ab. Jetzt gibt es gar keine Teerstraßen mehr, eher schlechte Feldwege mit Schlammlöchern und Pfützen. Es geht durch langgezogene Dörfer. Autos sind nicht zu sehen, nur hin und wieder ein Pferdewagen und jede Menge Fußgänger. Nach der langen Anfahrt können wir es kaum erwarten endlich richtig ins Gelände zu kommen. Erich steckt als erster fest. Der Hang hatte einen Graben und aus war’s. Es geht weiter über Wege, die nur kaum zu erahnen sind. Das Gebüsch ist so nah, dass die Äste ins Auto hinein wollen.

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Der lange Regen hat die Wege aufgeweicht und in tiefe Schlammfurchen verwandelt und schon wieder steckt ein Wagen fest. Manch anderer muss ganz schön kämpfen, um nicht auch noch aufzusitzen. Wir fahren über weite Wiesen mit kleinen Rinnsalen und tiefen Auswaschungen und kommen am Abend bei Talpe zum Camp. Hier wohnt Viorel, ein Freund und Militärkamerad von Heinz-Erwin. Er hat ein kleines Haus mit 2 Fenstern und einem großen Tor, die landesübliche Bauweise. Auf dem dahinter liegenden Grund können die Zelte aufgestellt werden. Die mitgebrachten Biertischgarnituren werden unter dem mitgebrachten Pavillon aufgestellt. Es regnet wieder.

Am nächsten Tag, Start ins Gelände. Um besser vorankommen zu können lassen wir etwas Luft aus den Reifen ab. Wir biegen von der Straße ab, fahren einen Pfad bis es nicht mehr weiter geht und wir umdrehen müssen. Wir finden einen einsamen Bergweg. Ein dicker Baum liegt quer über der "Straße". Mit Axt und Säge wird der Stamm soweit bearbeitet, dass er angehängt und aus dem Weg gezogen werden kann. Weiter oben treffen wir auf Schnee. Jeder steckt mehrmals fest, schafft die meterhohen Schneefelder nicht aus eigener Kraft. Achim hat mit seinem Toyota, liebevoll die "fahrende Pommesbude" genannt, die wenigsten Probleme. Er versuchte uns den Weg zu ebnen aber wir sind einfach nicht hoch genug. Wir rutschen in eine Fahrrinne und hängen mit maximaler Schräglage fest. Winchen ist angesagt. Am späten Abend stellen wir die Weiterfahrt - weil aussichtslos – ein. Achim kämpft sich noch Meter für Meter den Berg hinauf, aber wenn er schon solche Probleme hat, wie sollen wir es dann schaffen. Wir suchen einen anderen Weg nach unten, wobei wir die schwierigen Passagen umgehen können.

Heftiger Regen macht heute ein Fahren im Gelände zu gefährlich. Selbst einfache Waldwege werden zur Mörderpartie. Wir setzen einen Tag aus, besichtigen eine Höhle.

Endlich wieder ein schöner Tag. Abfahrt Richtung Roşia Tal. Heute wollen wir es wissen: es geht über heftigste Wege bis dann gar keine Wege mehr da sind, schließlich einen steilen Bachlauf hinauf. Heinz-Erwin hat große Probleme mit seinem voll beladenen schweren Patrol. Auch der Patrol von Eva und Hans steckt öfters fest. Selbst wir müssen den Jeep anhängen lassen. Mit einige Male winchen haben es endlich alle geschafft. Erich hätte dann beinahe noch seinen G verschrottet. Beim Rückwärtsfahren war er in eine sehr missliche Lage geraten. Nur mit vereinten Kräften konnte das Schlimmste verhindert werden.

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Zur Belohnung für den beschwerlichen Aufstieg gab’s ganz oben eine herrliche Aussicht, weit und breit nur Natur, keine Menschenseele, keinerlei Zeichen von Zivilisation. Wir sind alleine, soweit das Auge reicht. Mittagspause, anschließend Fahrt quer über die Hochebene. Wir suchen einen Weg nach unten, finden einen Holzfällerbereich. Hier geht’s nicht mehr weiter, wir müssen wieder retour. Achim checkt den Abstieg über einen Bach und steckt fest, muss seinen Toyota anhängen. Endlich ist ein einigermaßen befahrbarer Weg nach unten gefunden, der plötzlich uferlose Dimensionen annimmt. Hier werden wie’s scheint Holzstämme hinuntergerutscht. Der Weg ist extrem steil und rutschig und endet in einem ausgewaschenen Graben mit Felsklötzen und liegengebliebenen Baumstämmen bergab. Unser Vordermann schrammt ganz schön knapp über den einen oder anderen Felsbrocken, sitzt mit der Anhängerkupplung auf. Die Beifahrer stehen knöcheltief im kalten Gebirgswasser und versuchen die beweglichen Hindernisse so gut es geht aus dem Weg zu räumen. Vorsichtig arbeiten wir uns Zentimeter für Zentimeter nach unten - Adrenalin pur. Wir bangen um Differenzial und Lenkgestänge, hören immer wieder eindeutige Geräusche vom Bodenblech und sind froh endlich heil unten zu sein.

Weil wir ja heute noch nicht viel erlebt haben, machen wir auf dem Heimweg noch einen kleinen Abstecher in den Roşia-Fluss. Ein Junge mit seinem kleinen Schwesterlein, der mit Traktor und Anhänger unterwegs ist, möchte es uns gleichtun. Doch bevor er sich versieht hat sich der Traktor im Fluss fest eingegraben. Der Sand auf seinem Anhänger droht sich mit Wasser vollzusaugen. Alleine kommt er hier nicht mehr heraus. Achim und Michael starten sofort die Rettungsaktion. Als wir später durch den Ort fahren winkt uns die ganze Familie dankbar zu.

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Heute geht’s zurück zu wo wir gestern aufgehört haben. Diesmal aber über "schöne" Waldwege, die durch das unberührte zentimeterhohe nasse Laub ein wenig rutschig sind, natürlich sind die Abhänge nicht befestigt. "Achtung: Gegenverkehr!" hören wir über Funk. Wer hätte das gedacht. Von oben kommt uns zuerst ein Ochsen- und dann ein Pferdefuhrwerk, voll beladen mit Heu, entgegen. Gut, dass wir gerade an einer Stelle sind, an der wir etwas ausweichen können. Es geht über felsige Wege, die gerade breit genug für ein Fahrzeug sind. Teilweise sind die Spurrinnen genau in Fahrzeugbreite und so tief, dass es kein Entkommen gibt. Immer wieder müssen Felsbrocken geschickt umfahren werden. An einem verrammelten Gatter ist dann vorerst Schluss. Die Menschen hier oben habe noch nie ein Auto dort gesehen. Heinz-Erwin "verhandelt" und wir dürfen durchfahren. Sie freuen sich über die kleinen Geschenke (Schokolade, Seife, Strümpfe, Spielzeug), die wir ihnen da lassen. Leider können wir uns nicht richtig verständigen. Der Weg vorbei am Stall ist gerade breit genug und extrem rutschig. Dann geht es weiter bergauf bis der Funkmast, der höchste Punkt, erreicht ist. Der Rückweg ins Tal führt vorbei an einem Stausee, über "Emmentalerstraßen", vorbei an unserem "Schneeberg" zurück zum Camp.

Weiterer Regen verschafft uns zwangsweise wieder einen Ruhetag. Die einen fahren nach Deva, die anderen gehen zum Baden in die Therme. Manch einer versucht seine Krankheit auszukurieren.

Es klart wieder auf und verspricht ein schöner Tag zu werden. Leider ist für heute die Abreise beschlossen. Auto waschen, tanken und Luft wieder auffüllen. Unsere Wege trennen sich, die einen fahren nach Hause, wir fahren weiter ins Landesinnere. In Schäßburg wollen wir uns dann in ein paar Tagen noch einmal mit Heinz-Erwin treffen.