Berichte und Fotoserien von unseren Clubaktivitäten 2012
Rumanientour
Pfingsten 2012
Reiseteilnehmer:
Erich: Mercedes G
Manuel:
Jeep Wrangler
Roland:
Mercedes G
John:
Toyota HDJ 80
Janik und Hans: Toyota HZJ
75
Im kleinen Kreis für eine Hardcoretour ging es am
letzten Maiwochenende Richtung Arad.
Dort war der Treffpunkt für alle geplant, die einmal
alle Sperren und Winden vom Fahrzeug auch einsetzen wollten.
Individuelle Anreise hat sich in den letzten Jahren
bewährt und war auch diesmal zielführend, da wir den Jeep auf dem Hänger
mitnahmen und dadurch jeder seine Reisegeschwindigkeit frei wählen konnte.
Ebenso gab es interessante Erlebnisse bereits bei der Anreise, wie Hans und
Janik berichteten. Sie sahen einen Lkw an dem jemand die Nummernschilder
tauschte, um diese an einen Smart zu schrauben. Mit Roland trafen sie sich
schon in Ungarn und fuhren zusammen weiter, bis in die Nacht hinein. Sie
übernachteten auf einem Rastplatz in Ungarn, wo ein Nachtwächter immer ein Auge
auf die Autos geworfen hat.
Die Nacht war nicht so toll, da dauernd der Lärm von
der Autobahn störte. Roland, Hans und Janik frühstückten zusammen bevor sie
weiter fuhren.
Ein Stück nach Arad traf sich dann die ganze Truppe.
Dort stellen wir unseren Anhänger privat unter und John montierte seine
„Spielreifen“.

Nun geht´s endlich los, möglichst Luftlinie Richtung
Montelemare, abseits vom Teer. Wir fahren in folgender Reihenfolge: Erich,
John, Hans mit Janik, Roland und Manuel.

Die Wege in die Berge führen durch Dörfer, die
ziemlich arm sind. In einem Wald „spielte“ dann die Gruppe, wobei Manuel gleich
übertrieb mit schräg fahren.

Nach einer Weile versperrt eine Kuhherde den Weg. Die
Hirten kamen und vertrieben die Tiere. Nach einer Flussdurchfahrt schauten alle
auf der Karte, wo es lang geht. Nachdem der Weg gefunden wurde, fuhren wir
allesamt weiter.

Kurz darauf sieht man einen Wasserbüffel im Wasser
liegen. Bis auf Erich sehen alle das Tier. Weiter geht der Weg. Manuel entdeckt
eine Rückegasse, die er hochfahren will, nass und schräg, er schafft es aber
nur mit der Winde. An einer anderen Stelle kommt er aber hoch. Nebenbei bemerkt
John, dass seine Brille fehlt. Er fährt zurück zur letzten Raststelle um zu
schauen wo sie ist und findet sie tatsächlich wieder. Es wurde Abend und die
Gruppe machte sich auf die Suche nach einem Lagerplatz. Wegen unbeständigem
Wetter spannen wir eine Plane zum drunter sitzen. Jetzt brutzelt jeder sein
Abendessen. Kurz nach 20 Uhr waren alle am Lagerfeuer.
Die Nacht war ungemütlich, verregnet und kühl, was
die Truppe zu einem schnellen Aufbruch brachte.

Wir fuhren weiter ins Tal um zu tanken und
einzukaufen. Nach einer Weile fährt Manuel voraus um zu schauen, ob der
ausgewaschene Weg weiter geht. Dabei reißt er sich an einem Wurzelstock die
linke Seite vom Hardtop auf. Man entscheidet sich umzudrehen. Unten im Tal legte
Erich bei einem Versuch einen Stich hochzukommen seinen „G“ fast auf die Seite.
Bei der Abfahrt ins Tal bemerkt Hans, dass sich ein Ast in der Hinterachse
verklemmt hat.


Er zieht sein „Fichtenmoped“ aus der Kiste und legt
sich unters Auto. Am Abend beschließen wir alle, wegen des bescheidenen Wetters
ins Hotel zu gehen. In Freude auf ein ordentlich warmes Abendessen enterten wir
das Restaurant, aber wegen Kommunikationsproblemen hat es dann nur zu einer
mageren kalten Platte gereicht. Die Nacht verbrachten wir dann in
Dreibettzimmern.
Der Tag könnte besser nicht sein, das Wetter passte,
die Strecke ist anspruchsvoll und die Winde ist auch nicht umsonst dabei.
Am Nachmittag versperrten ein paar Bäume den Weg. An
einer Almabzweigung angekommen, trafen wir auf die Bewohner, die uns
mitteilten, dass es nur rechts weiter geht. Erich und die anderen reiselustigen
Offroader fahren auch so.

Nach einer Weile mündet der Weg in einen Bach, wo ein
Baum gefährlich schräg steht. Janik muss aussteigen um zu schauen wie viel
Platz es noch zwischen Baum und Aufbau hat. Als Hans vorbei war, fuhr Janik bei
Manuel mit. Der Bach ist sehr anspruchsvoll.

Eine viel versprechende Auffahrt wird immer steiler
und schräger.

Es kommt so weit, dass man den Toyota von Hans mit
zwei Winden aus der Spur ziehen musste. Als alle oben waren, fällt auf, dass
man im Kreis gefahren war. Nicht weit von der Stelle wo man hochgekommen ist,
schlagen wir unser Lager auf. Mit Einbruch der Dämmerung machen es sich alle am
Lagerfeuer bequem.

Am Morgen kam ein Hirte ans Lager, um uns
mitzuteilen, in welcher Richtung es weitergeht. Aber wir winken ab und fahren
in die andere, geplante Richtung. Keine 50 Meter weiter geht’s steil und
schmierig abwärts. Erich und Hans wagen die Abfahrt um anschließend nach
längerem Fußmarsch festzustellen, dass es doch nicht weiter geht. Roland und
Manuel fahren rückwärts hoch da sie noch nicht so weit runter gefahren sind.
Alle anderen müssen weiter runter, umdrehen, und wieder hochwinchen.

Nach einer anderen interessanten Abfahrt kam die
Reisegruppe in ein Dorf wo ein kleiner Junge am Straßenrand spielte. Janik
holte ein Spielzeugauto heraus und schenkte es ihm. Der freute sich wie ein
Schneekönig.
Im Dorf probierten wir mehrere Gassen, die leider in
Sackgassen endeten, bis sich wieder ein vielversprechender Pfad auftat.
Erich bemerkte, dass er an einen Rad Luft verliert.
Steine haben sich zwischen Felge und Reifen geklemmt. Als alle im Tal waren,
fuhr Roland ins Hotel wo er seine Taschenlampe vergessen hat.
Währenddessen sucht Erich die nächste Werkstatt, wo
er den Reifen untersuchen lässt. Aber sie finden den Fehler nicht und der
Reifen hält bis zum letzen Tag.
Zurück in den Bergen geht´s anspruchsvoll weiter.
In einem schrägen Hohlweg musste Erich mit der Winde
stabilisiert werden, um an einem Baum vorbei zu kommen. Manuel entdeckt eine
Stelle, wo man aus dem Graben heraus
fahren konnte. Aus einem 1 Meter tiefen Hohlweg schräg heraus zu fahren
war für John ein neues Erlebnis. Aber mit seinen groben Spielreifen ging das
problemlos.

Hans kam da nur noch mit Winde weiter. So war dann
schon wieder Zeit einen Lagerplatz zu suchen, wo wir wegen des Wetters wieder
die Plane spannen mussten um trocken kochen zu können.
Hans hat heute Geburtstag.

Die Wege führen an einer Militärstation und an einem
Ski - Gebiet vorbei. Da fühlten wir uns nicht so wohl und suchten schnellstens
das Weite.

Bei einer Bergung von Roland im weichen Boden hat die
Winde von Hans die linke Stoßstange von Rolands G herausgerissen, da sie nur an
zwei kleinen Schrauben befestigt war.
Gegen Spätnachmittag stehen alle an einem sehr
steilen Stück, dass in einem Zug gefahren werden muss und warten auf das „Ok“
über Funk von Erich.
Hans bemerkt dass sein Kühler im Toyota kocht.
Ein Stecken hat den Unterfahrschutz durchbohrt und
das Ventilatorblech verbogen. Deshalb konnte sich der Ventilator nicht mehr
drehen. Hans baute das Teil aus, bog es wieder gerade und schraubt es wieder
ein.

In der Zeit bemerkte John, dass sein Stabilisator
eine Schraube verloren hat. Als alle mit schrauben fertig waren, fuhren wir
weiter und suchten ein Camp.
Nachdem wir einen Platz gefunden hatten, schraubten
wieder alle an den Autos. Roland an seiner Stoßstange.
Manuel an seinem Sperrenkompressor.
John, Erich und Hans an Johns Auto.
Als alle fertig waren, saßen wir gegen halb neun am
Lagerfeuer.
Der Tag beginnt mit Sonnenschein.
Die Gruppe fährt nicht weit, als zwei steile Stiche
kommen. Bei dem ersten kommen alle hoch bis auf die beiden Toyotas mit weit
über drei Tonnen.

Beim zweiten kommen alle hoch bis auf Erich.
Nach einer Weile endet der Weg in einem Wald, der mit
umgestürzten Bäumen übersät ist. Wir entscheiden uns umzudrehen und Mittag zu
machen.


Nach einer Pause fahren alle ins Tal, wo man eine Passage
ausprobiert, die nach kurzer Zeit wieder auf den Hauptweg führt.

Als alle bei einer Art Bergalm halten, wird dort
Kaffee getrunken, bis auf Manuel und Janik. Des weiteren wird dort auch Brot
mitgenommen.
Wir fahren weiter und treffen auf ein Anwesen, wo
eine alte Hirtin aus ihrer Hütte schimpft und sagen wollte, dass man außen
herum fahren muß. Doch für Erich ist es schon zu spät. Er fährt voll in eine
Moraststelle und steckt bis zum Schweller fest. Nun musste er mit Hilfe der
Winde befreit werden. Nicht weit von der Stelle schlagen wir wieder unser
letztes gemeinsames Lager auf.
Am Abend kommt eine Herde Wildpferde am Lagerplatz
vorbei galoppiert. Am Morgen danach steht eine Stute mit ihrem Fohlen friedlich
da und grast.
Unberührte Natur, traumhaft schön..
Gegen Mittag ist dann Ende Gelände und die Gruppe
löst sich auf.
Erich, John und Manuel fahren nach Arad, wo sie ihren
Hänger stehen haben und Hans und Janik fahren nach Turda wo sie eine Salzhöhle
anschauen wollen.
Bis auf ein paar Kratzer und Dellen ist die Reise mit
Ausnahme von Manuels Scheibe, sehr gut verlaufen.
Verfasser: Janik mitgefahren bei Papa Hans
Als Gedächtnisstütze
verwendet und überarbeitet von Erich
Vielen Dank an Janik (12 Jahre)